II. Von Gott

Wir glauben, dass nur ein lebendiger, wahrhaftiger und ewiger Gott[3] existiert, der vollkommen in allen Seinen Attributen, einig in Seinem Wesen, in drei Personen – Vater, Sohn und Heililger Geist - ewig existierend ist, wobei jede Person des Gehorsams und der Anbetung in gleichem Maße würdig ist. Vater, Sohn und Heiliger Geist[4] sind in ihren Wesen und ihren Eigenschaften ewig gleich und untrennbar[5], so dass der Vater der wahre, ewige Gott ist[6], der Sohn der wahre, ewige Gott ist[7] und der Heilige Geist der wahre, ewige Gott ist[8].

Gott der Vater

Gott der Vater ist die erste Person in dem dreieinigen Gott, der alle Geschenisse gemäß Seinem Willen und Seiner Gnade steuert (Ps. 147,8-9; 1. Kor. 8,6). Er ist der Schöpfer des Sichtbaren und Unsichtbaren, des Beweglichen und Unbeweglichen (Gen. 1,1-31; Eph. 3,9), Er ist der einzige, absolute Herrscher des Universums. Er ist souverän in Seiner schöpferischen Aktivität, Vorsehung und Erlösung (Ps. 104,19; Röm. 11,36). Seine Vaterschaft wird durch Seine Stellung innerhalb des dreieinigen Gottes und Seine Beziehung gegenüber der Menschheit bestimmt. Als Schöpfer ist Er der Vaterder ganzen Menschheit (Еph. 4,6), aber Er ist ausschließlich für die Gläubigen der geistliche Vater (Röm. 8,14; 2 Kor. 6,18). Er hat alles, was geschieht, zu Seiner Ehre vorherbesstimmt (Eph. 1,11). Er steuert alle Lebewesen und Ereignise ununterbrochen. Obwohl Gott in Seiner schöpfersichen Aktivität souverän ist, ist Er dennoch kein Autor oder Schöpfer des Böses und der Sünde. Er hasst die Sünde (Hab. 1,13; Jh. 8,38-47). Er mindert auch nicht die Verantwortung für die Sünde jedes denkenden Wesens (1 Petr. 1,17). Gott der Vater hat nach Seiner Gnade vor der Gründung des Universums eigene Kinder auserwählt, die Sein Eigentum für die ewige Erlösung sind[9] (Еph. 1,4-6). Er vergibt die Sünden derer, die zu Ihm durch Jesus Christus kommen und Er ist auch der Vater aller Sünder, die die Vergebung bekommen haben. (Jh. 1,12; Röm. 8,15; Gal. 4,5; Hebr. 12,5-9).

Gott der Sohn

Jesus Christus ist die zweite Person des dreieinigen Gottes. Er besitzt alle Eigenschaften Gottes, die Gott dem Vater in ihrem Wert und in ihrer Ewigkeit gleich sind (Jh. 10,30; 14,9). Wir glauben, dass Gott der Vater alles nach Seinem Willen durch Jesus Christus, Seinen Sohn, geschaffen hat, und dass alles duch den Sohn existiert und agiert[10].

Wir glauben, dass bei der Menschwerdung Christus freiwillig auf das In-Anspruch-Nehmen Seiner göttlichen Privilegien verzichtet, allerdings Sein göttliches Wesen in keinem Maße verloren hat. Bei der Menschwerdung ist die zweite Person des dreieinigen Gottes dem Menschen in allem gleich und Gott-Mensch geworden (Phil. 2,5-8; Kol. 2,9). Wir glauben, dass Jesus Christus in Seiner Person in einer untrennbaren Einheit die Eigenschaften, die dem Menschen und dem Gott charakteristisch sind, vereint (Mich. 5,2; Jh. 5,23; Kol. 2,9). Wir glauben, dass Jesus Christus von der Jungfrau geboren wurde (Jes. 7,14; Matth. 1,23 & 25; Luk. 1,26-35); Er Gott im Fleisch war (Jh. 1,1 & 14); der Zweck des Menschwerdens den Meschen Gott zu offenbaren, den Mensch von der Sklaverei der Sünde zu befreien und das Reich Gottesd auf der Erde wiederaufzubauen war (Ps. 2,7-9; Jes. 9,6; Jh. 1,29; Phil. 2,9-11; Hebr. 7,25-26; 1 Petr. 1,18-19).

Wir galuben, dass Jesus Christus durch das Blutvergießen und den Tod am Kreuz unsere Erlösung bewirkt hat. Er hat das freiwillig gemacht und ist somit das erlösende und vertretende Opfer geworden (Jh. 10,15; Röm. 3,24-25, 5,8; 1. Petr. 2,24). Auf Grund des Opfertodes Jesu Christi wird der Sünder, der an Jesus Christus als seinen persönlichen Heiland geglaubt hat, von der Strafe und der Macht der Sünde und in der Zukunft auch von der Anwesentheit der Sünde befreit, er wird gerecht erklärt und tritt in die Familie Gottes ein (Röm. 3,25, 5,8-9; 2. Kor. 5,14-15; 1. Petr. 2,24; 3,18). Wir glauben, dass unsere Rechtfertigung durch Seine tatsächliche, physische Auferstehung von den Toten vollendet wurde und dass Er sich zurzeit als unser Fürsprecher, Verteidiger und Hohepriester zur Rechten Gottes befindet, dabei ist Er (Matth. 28,6; Luk. 24,38-39; Apg. 2,30-31; Röm. 4,25; 8,34; Hebr. 7,25; 9,14; 1. Jh. 2,1).

Wir glauben an die buchstäbliche körperliche Auferstehung Jesu Christi gemäß der Schrift [11]. Durch die Auferstehung Jesu Christi hat Gott der Vater die Gottheit Jesu Christi bestätigt. Die Tatsache der Auferstehung beweist auch, dass Gott der Vater das Erlösungswerk Seines Sohnes am Kreuz angenommen hat. Darüberhinaus stellt die körperliche Auferstehung Jesu Christi für alle Gläubigen eine Garantie des zukünftigen Lebens durch Auferstehung dar (Jh. 5,26-29; 14,19; Röm. 1,4; 4,25; 6,5-10; 1. Kor. 15,20 & 23).

Wir glauben, dass Jesus Christus wiederkommt, um Seine Gemeinde, die Sein Leib darstellt, durch die Entrückung mitzunehmen. Danach kommt Er erneut in der Herrlichkeit, um das Tausendjährige Reich auf der Erde aufzubauen (Apg. 1,9-11; 1. Thes. 4,13-18; Off. 20). Wir glauben, dass Gott der Vater die ganze Menschheit nur durch Jesus Christus richten wird (Jh. 5,22 & 23). Als Mittler zwischen Gott und Mensch (1. Tim. 2,5), als Haupt der Gemeinde (Еph. 1,22; 5,23; Kol. 1,18), als kommender König des ganzen Universums, der auf dem Thron Davids regieren wird (Jes. 9,6; Luk. 1,31-33), wird Jesus Christus der Richter für die sein, die Ihn abgelehnt und an Ihn als den Herrn und persönlichen Heiland nicht geglaubt haben (Matth. 25,14-46; Apg. 17,30-31).

Gott der Heilige Geist

Wir glauben, dass der Heilige Geist die dritte Person des dreieinigen Gottes ist und alle Atrribute des Gottes einschließlich des Verstands (1 Kor. 2,10-13), der Emotionen (Еph. 4,30) und des Willens (1. Kor. 12,11) besitzt. Er ist ewig(Hebr. 9,14), allgegenwärtig (Ps. 139,7-10), allwissend (Jes. 40,13-14), allmächtig (Röm. 15,13) und wahrhaftig (Jh. 16,13). In allen göttlichen Attributen ist der Heilige Geist dem Vater und dem Sohn gleich (Matth. 28,19; Apg. 5,3-4; 28,25-26; 1. Kor. 12,4-6; 2. Kor. 13,14; Jer. 31,31-34; Hebr. 10,15-17).

Wir galuben, dass der Dienst des Heiligen Geistes vor allem darin besteht, den Willen Gottes der ganzen Menscheit zu offenbaren. Der Heilige Geist hat an dem Schöpfungsprozess (Gen. 1,2), an dem Menschwerden (Matth. 1,18), an der Entstehung der Schrift (2. Petr. 1,20-21) und an dem Erlösungswerk (Jh. 3,5-7) gewirkt. Wir glauben, dass an dem Pfingsttag der besondere Dienst des Heiligen Geistes – Aufbau der Gemeinde – begonnen hat. An diesem Tag ist der Heilige Geist vom Vater, wie von Christus versprochen, herabgekommen (Jh. 14,16-17; 15,26), um den Aufbau des Leibes Christi, d.h. Seiner Gemeinde, anzufangen und zu vollenden (1. Kor. 12,13). Der Dienstbereich des Heiligen Geistes umfasst folgende Aktivitäten: der Welt die Augen aufzutun über die Sünde, über die Gerechtigkeit und über das Gericht; den Herrn Jesus Christus zu verherlichen und die Gläubigen in das Bild Jesu Christi zu verwandeln (Jh. 16,7-9; Apg. 1,5; 2,4; Röm. 8:29; 2. Kor. 3,18; Еph. 2,22).

Wir glauben, dass der Heilige Geist der übernatürliche und souveräne Vollender des wunderbaren Aktes der Wiedergeburt und der Taufe (Untertauchen) jedes Gläubigen in den Leib Christi ist. Der Heilige Geist verweilt in den Gläubigen, heiligt, unterweist, gibt die Kraft zum Dienen und versiegelt diese am Tag der Erlösung (Röm. 8,9; 2. Kor. 3,6; Еph. 1,13). Der Heilige Geist ist der Lehrer, der die Apostel und die Propheten geleitet hat, als diese die Offenbarung Gottes, die Bibel, aufschrieben. Der Heilige Geist zieht in jeden Gläubigen in dem Zeitpunkt der Rettung (Neugeburt) ein (Еph. 1,13-14). Jeder Neugeborene ist aufgefordert sich mit dem Heiligen Geist zu erfüllen, d.h. alle Beireche des persönlichen Lebens Seiner Anwesentheit und Seiner Führung zu unterordnen (Jh. 16,13; Röm. 8,9; Еph. 5,18; 2. Petr. 1,19-21; 1. Jh. 2,20 & 27).

Wir glauben, dass der Heilige Geist die Geistesgaben innerhalb der Gemeinde zuteilt. Die Geistesgaben dienen der Verherrlichung von Jesus Christus, der Erlösung der Sünder, der Erbauung und Stärkung der Gläubigen im Glauben und in der Wahrheit, das Ausrüsten der Heiligen für den Dienst zur Erbauung des Leibes Christi (Jh. 16,13 & 14; Apg. 1,8; 1. Kor. 12,4-11; 2. Kor. 3,18; Eph. 4,7-12). Wir glauben, dass die Gabe des Fremdsprachenredens und die des Wundertuns den Aposteln und den Propheten in der Gemeinde der ersten Jahrhunderten zum bestimmten Zweck gegeben wurden, und zwar zur Bestätigung der göttlichen Autorität der von Ihnen verkündeten Botschaft. Die Notwendigkeit dieser Gaben verringerte sich zunehmend (bis diese völlig aufhörten)in dem Ausmaß, in welchem die Bücher des Neuen Testamentes aufgeschrieben und zusammengestellt wurden. Die Zungenrede und die Gabe des Wundertuns waren nie ein notwendiges Zeichen zum Beweis der Anwesentheit des Heiligen Geistes in einem Menschen gewesen (1. Kor. 12,4-11; 13,8-10; 2. Kor. 12,12; Hebr. 2,1-4).