VIII. Von der Zivilordnung

Wir glauben, dass Gott das Institut der irdischen Gewalt für die Vorbeugung des vollständigen Verfalls der gesündigenden Menschenheit geschaffen hat[91]. Die irdische Regierung hat von Gott die Macht, die Guten zu verteidigen und die Bösen zu bestrafen.[92] Wir glauben, dass Christen verpflichtet sind, sich den Gesetzen des Staates, in dem sie wohnen,[93] bedingungslos zu unterwerfen, falls diese den Prinzipien der Heiligen Schrift nicht widersprechen.[94] Die Christen sind gemäß dem Willen Gottes verpflichtet, für die Regierung zu beten,[95] damit diese Seinem Willen entsprechend und unter Seinem gnädigen Schutz so die ihr anvertraute Macht verwendet, dass der Friede und die Gerechtigketi aufrechterhalten werden.

Wir glauben, dass die Regierung, die laut der Heiligen Schrift das Schwert nicht umsonst trägt, gemäß dem Gesetz Gottes das Recht und die Pflicht hat, die Bösen zu bestrafen [96] und das Schwert für die Verteidigung der Zivilbevölkerung einzusetzen. Gleichzeitig erkennen wir an, dass letztendlich das Böse nie mit dem Bösen besiegt wird.[97] In diesem Zusammenhang glauben wir, dass die Frage des Militärdienstes von jedem Christ nach seinem Gewissen selbst entschieden werden soll. Niemand darf diejenigen verurteilen, die den Militärdienst machen, so wie auch diejenigen zum Militärdienst zwingen, die gemäß ihrem Gewissen um eine Befreiung vom Militärdienst mit der Waffe bitten.