IX. Von der geistlichen Welt

Heilige Engel

Wir glauben, dass die Engel von Gott geschaffen wurden und keine Anbetungsobjekte oder Objekte des rettenden Glaubens sind, obwohl sie in einem gewiessen Maße vollkommener als die Menschen sind. Sie wurden von Gott zum Dienst und zur Anbetung Ihm gegenüber geschaffen (Luk. 2,9-14; Hebr. 1,6-4 & 14; 2,6-7; Off. 5,11-14; 19,10; 22,9).

Gefallene Engel

Wir glauben, dass der Satan oder der Teufel ein geschaffener Engel ist. Er ist der Urheber der Sünde. Das gerechte Gericht Gottes wartet auf ihn wegen seines Aufstandes gegen seinen Schöpfer (Jes. 14,12-17; Hes. 28,11-19), infolgedessen er eine große Menge anderer Engel während seines Falls mit sich mitgerissen (Matth. 25,41; Off. 12,1-14) und die ganze Menschheit durch die Versuchung der Eva in die Sünde geführt hat (1. Mo. 3,1-15).

Wir glauben, dass Satan ein offener Feind Gottes und des Menschen (Jes. 14,13-14; Matth. 4,1-11; Off. 12,9-10) sowie der Fürst dieser Welt ist, der durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi besiegt wurde (Röm. 16,20). Der Satan und seine Engel (Dämonen) erben die ewige Strafe in den Qualen im Feuersee (Jes. 14,12-17; Hes. 28,11-19; Matth. 25,41; Off. 20,10).

Der Tod

Wir glauben, dass der physische Tod der Zeitpunkt ist, wenn die Seele des Menschen den Leib verlässt.[98] Die Seele des Menschen ist unsterblich. Die Seelen der Verstorbenen verbleiben im vollen Bewußtsein (Off. 6,9-11). Dabei halten sich die Seelen der geretteten Menschen in der Gegenwart Jesu Christi (Luk. 23,43; Phil. 1,23; 2. Kor. 5,8) und die Seelen der Ungläubigen in der Erwartung des großen Gerichtes und der Bestrafung auf.[99] Für die geretteten Menschen wird diese Trennung bis zur Entrückung dauern (1. Thes. 4,13-17), bis unsere Seele und unser Leib wieder vereint und durch unseren Herrn verherrlicht werden (Phil. 3,21; 1. Kor. 15,35-44 & 50-54).

Wir glauben an die leibliche Auferstehung aller Gläubigen und Ungläubigen. Die Gläubigen werden zum ewigen Leben mit Christus (Jh. 6,39; Röm. 8,10-11 & 19-23; 2. Kor. 4,14) und die Ungläubigen zum Gericht und zur ewigen Strafe auferstehen[100] (Dan. 12,2; Jh. 5,29; Off. 20,13-15).

Wir glauben, dass die Erlösung nur während des irdischen Lebens möglich ist. Nach dem Tod hat der Mensch keine Möglichkeit, seinen Aufenthaltsort zu wechseln.[101] Die Seelen der Nicht-Geretteten befinden sich nach dem Tod bis zu der zweiten Auferstehung unter der Strafe (Luk. 16,19-26; Off. 20,13-15), bis die Seele und der Leib zum Zeitpunkt der Auferstehung vereint werden (Jh. 5,28-29), danach werden sie vor dem Großen Weißen Thron zum Gericht erscheinen (Off. 20,11-15), wonach sie in den Feuersee geworfen werden (Matth. 25,41-46), wo sie vom Leben mit Gott für immer getrennt den Qualen unterworfen sein werden (Dan. 12,2; Matth. 25,41-46; 2. Thes. 1,7-9).